Tag 7: Best of Bardenas Reales - 34 km lange Rundfahrt durch die Wüste


Rundweg, 4,2 km und 87 Höhenmeter
Markierung: keine, aber Wegweiser

 

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Landkarte der Tour
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Track für die Tour
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09.11.2024

 

Gestern haben wir nach einer Stadtrunde Hondarribia nach drei Tagen verlassen. Vom Baskenland ging es nach Navarro, besser gesagt zur Wüste Bardenas Reales. Übernachtet haben wir auf einem kostenlosen Stellplatz in Cabanillas.

 

Die Nacht war sehr ruhig und gegen acht Uhr stehen wir auf und machen uns für den heutigen Tag fertig. Um 11.30 geht es vom südlichen Rand der riesigen Halbwüste Bardenas Reales nach Norden und zum Eingang in die Wüste. Bei Arguedes führt eine kleine Straße hinein in die Bardenas Reales. Nach ein paar Kilometern erreichen wir das Visitor Center und holen uns erst mal die aktuellen Infos. Wir bekommen die Karte für den 34 km langen Rundweg, den wir auch jederzeit mit dem Wohnmobil fahren können. Außerdem rät sie uns von Wanderungen durch die Wüste ab. Die letzten Tage hat es geregnet und der lehmige Boden macht jede Tour zu einer gefährlichen Rutschpartie. Außerdem erklärt sie uns, dass der Rundweg nur aus einem Schotterweg besteht und eine Militärbasis umrundet, wo wir auch auf keinen Fall hineingehen dürfen. Für die 34 km Tour benötigt man ca. 1 3/4 Stunden - wir haben 4 3/4 Stunden gebraucht :-). Gleich hinter dem Visitor Center erreichen wir auf einer Anhöhe einen Aussichtspunkt und machen dort gleich mal den ersten Fotostopp. 

Wir treffen auf den Lassopunkt des Rundweges und biegen gegen den Uhrzeigersinn ab (so wie empfohlen). Wow - der Schotterweg führt uns durch die Wüste, na gut eigentlich ist es nur eine Halbwüste. Gefühlt bleiben wir alle 500 Meter stehen und machen Fotos. Findus in der Wüste Teil 1 bis Teil 1.995 :-). 

Weiter geht es auf der Schotterpiste. Mehr als 20 km/h sind aber echt nicht möglich. Der CamperVan brummt, kracht, quietscht und macht Geräusche, die wir noch nie gehört haben. Aber die Langsamkeit ist top, denn so sehen wir noch viel mehr von dieser Landschaft. Unwirklich, einsam und die wildesten Sandfelsenformationen. Gefühlt bleiben wir heute mindestens 20 x stehen. 

Auf halber Strecke erreichen wir einen Aussichtspunkt, auf dem man sogar mit dem Camper hinauffahren kann. Das nutzen wir doch gleich mal für das nächste Shooting. Krasse Landschaft!

Jetzt wird die Halbwüste wieder mehr zu einer echten Wüste. Der Sand gewinnt die Oberhand in der Landschaft. Unzählige Sandformationen von Wind und Wasser geformt begleiten uns auf dem Weg. 

Nach gut 30 km erreichen wir eines der beiden Super-Highlights. Wir sind am Custildetierra, dem markanten Turmberg angekommen. Hier ist auch mächtig was los auf dem Parkplatz. Wir laufen rund um den Turmberg herum und machen coole Pictures. 

Wow, der war ja cool. Weiter geht es in Richtung Lassopunkt und dort befindet sich das nächste Highlight, der Cabezo de las Cortinillas, ein Tafelberg. Wir parken wieder und als erstes geht hinauf auf die Sandfelsen direkt vor uns. Gleich dahinter ist eine Betontreppe, die sagen wir mal... den nächsten TÜV nicht bestehen würde :-). Diese führt uns hinauf zum höchsten Punkt des Tafelbergs. Die Aussicht ist der Hammer. Vom Tafelberg "springen" wir dann wieder hinab.

Nun geht es wieder über die Treppe des Grauens bergab und unten machen wir noch etliche "Blödel-Fotos" - das macht heute richtig Spaß. Voll Kanne, würde ich mal sagen. Dann geht es wieder hinaus aus der Wüste Bardenas Reales. Es ist mittlerweile 16.45 Uhr und die Sonne geht bald unter. Der Park schließt auch um 16.45 Uhr, somit sind wir genau "just in time". Ach ja, wie bereits geschrieben, anstatt 1 3/4 Stunden haben wir für die Runde drei Stunden länger gebraucht und jede Minute davon genossen.
Bardenas Reales eine TOP-Empfehlung. 

Eigentlich wollten wir vor den Toren der Wüste in Arguedas auf einem Stellplatz übernachten, aber dieser war schon komplett voll. Also geht es ein paar KM weiter in den Ort Valtierra. Direkt neben der Schule ist ebenfalls ein kostenloser Stellplatz und dieser hat sogar eine coole Aussicht. Es ist 17 Uhr und die Sonne geht bald unter. Wir schnappen uns eine Brotzeit und setzen uns auf die Bank vor dem CamperVan. "Brotzeit bei Sundowner". Kaum ist die Sonne weg, wird es aber auch schon wieder eiskalt. Der Wind bläst mächtig und so verkrümeln wir uns wieder in den Camper. Wir sind nicht alleine. Ca. 15 weitere Womos stehen um uns herum. Um 21.15 ist Schluss für heute und wir gehen ins Bett. 

 

Morgen geht es nochmals in die Bardenas Reales zu einer Wanderung, also wir hatten es versucht und das sogar zweimal. Morgen wird der Tag der zwei abgebrochenen Wanderungen.